Donnerstag, 5. November 2009

„Löwen“ gefangen in der Arena





Fußballzweitligist TSV 1860 München strebt einen Auszug aus der Münchner Allianz Arena an. Allerdings scheinen die Hürden für eine gewünschte Rückkehr an den traditionsreichen Spielort in der Grünwalder Straße beinahe unüberwindbar.

Nach dem jüngsten Catering-Streit mit dem FC Bayern München um ausgebliebene Zahlungen seitens der „Löwen“ scheint der Fußballzweitligist mehr denn je einen raschen Auszug aus der Allianz Arena voranzutreiben. Christian Waggershauser, Leiter der „Projektgruppe Stadionzukunft“ beim TSV, erklärte, dass „der Standort Grünwalder Straße die einzig mögliche Alternative zur Allianz Arena ist“. An der ehemaligen Heimspielstätte soll nach Aussage von Waggershauser ein „kompletter Neubau mit 30.000 bis 35.000 Plätzen“ entstehen.

Heftigen Gegenwind erhalten die Pläne jedoch seitens der Stadt München. „Das ist illusorisch. Ein bundesligataugliches Stadion ist an diesem Standort ausgeschlossen“, stellt Bürgermeisterin Christine Strobl klar. Strobl betont zudem, dass sich das Grünwalder Stadion in städtischem Eigentum befinde, was in 1860-Kreisen allerdings gerne vergessen werde.

Fünf K.o.-Kriterien
Neben der Stadt gibt es weitere Hürden, die der Verein für einen Auszug überspringen müsste, weiß auch Waggershauser: „Es gibt fünf K.o.-Kriterien: Brandschutz, Sicherheit, Baurecht, Finanzierung und der FC Bayern“.

Dem Umzug steht vor allem der Mietvertrag mit dem FC Bayern München entgegen. Der aktuelle Kontrakt läuft nämlich noch bis ins Jahr 2025. Doch der deutsche Rekordmeister scheint einem Auszug der Löwen offenbar gar nicht abgeneigt. „Jede Lösung, die zur Trennung von FC Bayern und TSV 1860 in der Arena führt, ist die bessere Lösung“, so Bayern-Manager Uli Hoeneß. Einen Auszug würde der FC Bayern deshalb sogar „befeuern und unterstützen“.

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