Laut der Deloitte-Studie „Finanzreport deutscher Profiligen“ ist die Beko Basketball Bundesliga (BBL) wachstumsstärker als die 2. Fußballbundesliga, Deutsche Eishockey Liga (DEL) und Toyota Handball-Bundesliga (HBL).
Erfreuliche Umsatzentwicklungen bei BBL, DEL und HBL: Die DEL steigerte sich von 89 Millionen Euro auf 95 Millionen Euro, die HBL von 75 Millionen Euro auf 78 Millionen Euro und die BBL von 50 Millionen Euro auf 59 Millionen Euro. Zwar wies die BBL den geringsten Umsatz auf, erzielte im direkten Vergleich aber mit Abstand das höchste Gesamtwachstum (20 Prozent). Die Wachstumsraten der DEL und der HBL lagen bei jeweils sieben und vier Prozent.
Allerdings musste die vier Profiligen insgesamt dennoch einen Umsatzrückgang von insgesamt 51 Millionen Euro in der Saison 2008/09 verzeichnen: von rund 545 Millionen Euro in 2007/08 auf 494 Millionen Euro in 2008/09.
Verantwortlich für diese Entwicklung ist die 2. Bundesliga, wo der Abgang durch die Aufsteiger der Traditionsteams aus Mönchengladbach und Köln in die 1. Bundesliga nicht kompensiert werden konnte. Dennoch bleibt die zweite Fußballliga im Vergleich mit 262 Millionen Euro weiterhin die Umsatzstärkste. Dies sind einige Ergebnisse der Studie „Finanzreport deutscher Profiligen" der Unternehmensberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, die gestern beim 5. SPONSORs Clubmanagerforum in Köln exklusiv vorgestellt wurde – Grundlage waren die Finanzzahlen der Clubs bis 2008/09.
Stefan Ludwig, Senior Manager Sport Business Gruppe bei Deloitte, erläuterte: „Obwohl die wirtschaftlichen Bedingungen in der Spielzeit 2008/09 bereits schwieriger waren, konnten die DEL, HBL und BBL ihren Gesamtumsatz gegenüber der Vorsaison steigern. Der Rückgang in der 2. Fußball-Bundesliga ist nicht konjunkturell bedingt, sondern durch die Zusammensetzung der Liga zu erklären. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise werden sich erst in den Zahlen der laufenden Saison 2009/10 zeigen.“
Sinkende Spieltagserlöse aufgrund Zuschauerrückgangs
Die kumulierten Spieltagserlöse der vier Profiligen sanken in der Saison 2008/09 um fünf Prozent auf 123 Millionen Euro. Wesentliche Einflussfaktoren waren die Erlösrückgänge in der 2. Bundesliga (minus 14 Prozent) und der HBL (minus 7 Prozent). Die DEL hingegen trumpft mit einem siebenprozentigen Anstieg der Spieltagserlöse auf und hofft zudem auf einen positiven Effekt durch die Eishockey-WM 2010 im eigenen Land – ähnlich wie bei der Handball-WM 2007. Der neue BBL-Zuschauerrekord in der Spielzeit 2008/09 (plus 8 Prozent) spiegelte sich auch in den gesteigerten Spieltagserlösen von 22 Prozent wider. Insgesamt lockten die Top-Ligen im letzten Sportjahr über 10,33 Millionen Sportbegeisterte zu Live-Spielen in die Stadien und Arenen. Im Vergleich zur Vorsaison ist dies jedoch ein Minus von fünf Prozent.
Sponsoring auf hohem Niveau
Die Sponsoring-Erlöse in 2008/09 von insgesamt 217 Millionen Euro bedeuten für drei der vier Ligen ein Wachstum gegenüber der Vorsaison. Die HBL erzielte mit 5,4 Millionen Euro den größten Anstieg, dicht gefolgt von der BBL mit 4,9 Millionen Euro und der DEL mit 4,1 Millionen Euro. Lediglich die 2. Bundesliga erwartet einen Rückgang der Erlöse um 5,3 Millionen Euro.
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