Montag, 30. November 2009

Hertha trotz Rekordumsatz in den roten Zahlen




Der derzeit sportlich schwächelnde Fußballbundesligist Hertha BSC Berlin hat im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 trotz eines neuen Rekordumsatzes von 85,9 Millionen Euro einen Jahresverlust ausgewiesen – gleichzeitig stiegen die Schulden an.

Gegenüber dem Vorjahr steigerte die Hertha den Umsatz um 8,1 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2007/08 hatte der Club noch 77,8 Millionen Euro Millionen Euro erwirtschaftet. In der Saison 2008/09 standen den Einnahmen allerdings auch Aufwendungen in Höhe von 87,8 Millionen Euro gegenüber. Das bedeutet ein Verlust von 1,9 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum 2007/08 konnte sich der Club noch über einen Gewinn von fünf Millionen Euro freuen.

In der vergangenen Saison 2008/09 stiegen die Verbindlichkeiten von rund 29 Millionen Euro auf nunmehr 33 Millionen Euro an. Kleines Trostpflaster: Vor vier Jahren musste „die alte Dame“ noch mit einem Schuldenstand von 54,4 Millionen Euro kämpfen, der bis zum Vorjahr sukzessive reduziert werden konnte. „Wir befinden uns in einer stabilen Verfassung. Ich bin überzeugt, dass der 2005 eingeschlagene Weg alternativlos und richtig ist“, sagte Ingo Schiller, Geschäftsführer Finanzen bei Hertha BSC, gegenüber dem Sport-Informations-Dienst.

Allerdings wirkt sich der derzeitige sportliche Misserfolg auf die aktuell ausgeglichene Bilanz aus. „Davon müssen wir uns vom derzeitigen Kenntnisstand wohl verabschieden“, sagt Geschäftsführer Schiller. Dies hänge mit sinkenden Fernsehgeldern sowie geplanten Spielertransfers in der Winterpause zusammen. Vor der Saison hatte Hertha seinen Personaletat von 33,6 auf 28 Millionen Euro gesenkt und einen Transferüberschuss von fünf Millionen Euro erzielt.

„Die Aufgabe ist es jetzt, finanzielle Spielräume zu schaffen, um in der Winterpause in neue Spieler zu investieren." Man sei bereit, für einen begrenzten Zeitraum die Verbindlichkeiten noch einmal zu erhöhen, um den Klassenerhalt in der Fußballbundesliga zu schaffen. Spielerverkäufe in der Winterpause um finanziellen Spielraum zu erhalten, schloss Schiller aus. Jedoch erklärte er, dass man derzeit in guten Gesprächen mit möglichen Partnern stünde. Zudem würde ein Weiterkommen in der UEFA Europa League ungefähr eine weitere Million Euro in die Kassen spülen.

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