Infront Germany und der SC Freiburg gehen künftig gemeinsame Wege: Der badische Fußballbundesligist kooperiert ab der kommenden Saison 2010/11 bei seiner Vermarktung mit der Schweizer Sportrechteagentur. Beide Parteien einigten sich auf eine langfristige Zusammenarbeit.
Der Kooperationsvertrag, der zunächst bis Ende der Saison 2015/16 angelegt ist, sieht eine gemeinschaftliche Vermarktung der wichtigsten kommerziellen Verwertungsrechte des Vereins ab der Saison 2010/2011 vor. Um welche Rechte es sich dabei genau handelt, wollten beide Parteien auf Nachfrage nicht verraten. Es dürfte sich nach Informationen dieses Magazins aber neben der Vermarktung des SC-Trikots auch um den Vertrieb von stadiongeborenen Werberechten wie Bandenwerbung und Hospitality-Pakete handeln.
Die Kooperation verstehen beide Parteien nicht als ein sogenanntes „Buy-out“ – also den kompletten Verkauf der Marketingrechte des SC –, sondern als eine exklusive Agenturpartnerschaft. Diese dürfte Infront eine marktübliche Provision zwischen 15 und 20 Prozent bescheren. Ob zudem auch eine Signing Fee an den Club fließt, bleibt unklar. Im Rahmen der Kooperation wird Infront die Vertriebsaktivitäten des dreiköpfigen Marketingteams um Hanno Franke, Leiter Marketing & Sales des SC Freiburg, mit zwei Mitarbeitern verstärken. In diesem Zuge wird die Agentur in Kürze ein Büro in Freiburg eröffnen.
„Nächster Schritt“
Der Vertrag wurde noch unter dem, vor wenigen Wochen verstorbenen, Vorstandsvorsitzenden Achim Stocker unterzeichnet und soll dem Club nach einigen Aussagen helfen, „auf der Vermarktungsseite konkurrenzfähig zu bleiben“. Fritz Keller, Vorstand des SC Freiburg, kommentiert die neue Partnerschaft wie folgt: „Weil der SC Freiburg auf wirtschaftlich gesunden Füßen steht, konnten wir uns im Haus in aller Ruhe über den nächsten Schritt unterhalten. Vor dem Hintergrund macht es Sinn, einen strategischen Partner mit ins Boot zu holen und die Verantwortung in der Vermarktung auf mehrere Schultern zu verteilen.
Neben Infront sollen sich auch weitere große Vermarktungsagenturen um einen Kontrakt mit dem SC Freiburg beworben haben. Dass die Schweizer am Ende das Rennen machten, kommt jedoch nicht von ungefähr. Infront ist schließlich im Breisgau kein Unbekannter: Beide Seiten verbindet, laut Marketingleiter Franke, bereits seit rund eineinhalb Jahren eine „gemeinsame Marketingkooperation“, die bislang „sehr gut lief“ und nun ausgeweitet wird.
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