Mittwoch, 28. Oktober 2009

Uefa nimmt Audi-Einstieg bei Bayern ins Visier

München  - Die DFL hat den geplanten Einstieg des Audi-Konzerns beim FC Bayern bereits abgesegnet. Doch die Uefa will das selbst prüfen - mit möglicherweise weitreichenden Konsequenzen.
Arjen Robben grätscht im Champions-League-Spiel gegen Juventus Turin
© getty
Arjen Robben grätscht im Champions-League-Spiel gegen Juventus Turin

„Sport Bild“ berichtet in seiner Ausgabe vom Mittwoch, dass dem FCB bei einem Engagement des Autobauers der Ausschluss aus der Champions League droht.
In Artikel 3 des Uefa-Reglements steht nämlich, dass weder eine Person  noch ein Unternehmen entscheidenden Einfluss auf mehr als einen Klub haben darf, der an einem Wettbewerb des Verbands teilnimmt - also zum Beispiel an der Champions League.
Im Falle des FC Bayern könnte das jedoch gegeben sein, weil die Audi AG ein Tochterunternehmen der Volkswagen AG ist. Und der wiederum gehören 100 Prozent der Anteile an der VfL Wolfsburg Fußball GmbH.

Darf die Audi AG nun für die kolportierten 100 Millionen Euro zehn Prozent an der FC Bayern München AG erwerben, ohne dass der Rekordmeister ein schwer kalkulierbares Risiko einzugeht?
Marcel Benz, Leiter der Uefa-Rechtsabteilung, will einen Ausschluss als drastische Strafe nicht ausschließen: Es sei unwahrscheinlich, aber möglich, dass der FC Bayern oder der VfL Wolfsburg derart bestraft werde, sollte der Handel mit Audi zustande kommen, sagt er der “Sport Bild“.


Und dann würde es laut Benz wahrscheinlich den FC Bayern treffen, weil Wolfsburg als Deutscher Meister sportlich gesehen Priorität habe.
Benz gibt zu bedenken, dass der FC Bayern zwar die Erlaubnis der DFL für den Deal bekommen hat, aber nicht bei der Uefa nachgefragt habe. Bayern-Anwalt Michael Gerlinger prüft die Sache bereits - in Absprache mit der Uefa.

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