Sonntag, 16. Januar 2011

Allianz neuer Hauptpartner des DFB

Die Suche war erfolgreich: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat heute einen neuen Hauptsponsor präsentiert. Der Versicherungskonzern Allianz ist ab sofort neuer offizieller Hauptpartner der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft. Der Vertrag läuft bis zum 31. Dezember 2014.

Der Schriftzug des Münchner Konzerns wird in Zukunft auf der Mannschaftskleidung des aktuellen Welt- und Europameisters stehen, und das Allianz-Logo wird auf den Pressewänden platziert. Der Versicherer lässt sich sein Engagement nach Medieninformationen pro Jahr eine Million Euro kosten. Die Allianz folgt auf den Küchenhersteller Alno, der zum Ende des vergangenen Jahres aus dem Vertrag vorzeitig ausgestiegen war.

Allianz baut mit diesem Deal sein Engagement im deutschen Frauenfußball aus. Seit Mai 2009 ist die Allianz neben der Deutschen Post, der Deutschen Telekom, der Commerzbank, der Deutschen Bahn und Rewe der sechste Nationale Förderer der FIFA Frauenfußball-WM 2011, die vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 in Deutschland stattfindet. Der Listenpreis für ein Paket als Nationaler Förderer der Frauen-WM liegt nach wahrscheinlich bei rund vier Millionen Euro. Zudem hat der Münchner Konzern die Präsidentin des Organisationskomitees der Frauen-WM, Steffi Jones, als Testimonial unter Vertrag genommen.

Andree Moschner, Vorstandsvorsitzender der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG, sagte zu dem neuen Vertragsabschluss: „Die nachhaltige Förderung der Frauen ist unverzichtbarer Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Die Erweiterung des bestehenden Sponsorings für die WM 2011 um die Partnerschaft mit der Frauen-Nationalmannschaft unterstreicht unser Selbstverständnis.“

1860 München erhält die Lizenz

Der TSV 1860 München hat das Nachlizenzierungsverfahren der Deutschen Fußball Liga (DFL) erfolgreich überstanden. Die DFL hat dem finanziell angeschlagenen Fußball-Zweitligisten die Lizenz für die Rückrunde der 2. Bundesliga ohne Auflagen erteilt.

Geschäftsführer Robert Schäfer verkündete die Nachricht, dass der TSV 1860 München alle Auflagen im Rahmen des Nachlizenzierungsverfahrens der DFL erfüllt habe. Damit sind die „Löwen“ für die Rückrunde in der 2. Bundesliga spielberechtigt. Der Zweitligist musste der DFL einen Liquiditätsnachweis in Höhe von knapp 5,3 Millionen Euro erbringen. Wegen der finanziellen Schieflage waren dem Verein schon Mitte Oktober zwei Punkte abgezogen worden. Weitere Sanktionen bleiben ihnen nun vorerst erspart.

„Das war ein wichtiger Schritt im Rahmen unseres Sanierungskonzeptes, nicht mehr“, betonte Schäfer. „Es ist das Fundament für die nächsten Schritte“, so der 1860-Geschäftsführer weiter. Vize-Präsident Dieter Schneider zeigte sich ebenfalls froh über „den kleinen guten Tag. Wir haben nicht nur die Auflage erfüllt, sondern die Grundlage für die Sanierung geschaffen.“ Schneider bestätigte zudem Medienberichte, wonach auch der FC Bayern durch die Stundung von Schulden half. Darüber hinaus trugen Gehaltskürzungen und die finanzielle Hilfe von Sponsoren zu diesem Ergebnis bei. Bereits Mitte März muss der TSV 1860 aber die nächste Hürde nehmen: Dann beginnt das Lizenzierungsverfahren für die kommende Zweitliga-Saison.

Darüber hinaus hat die DFL pünktlich zum Rückrunden-Start allen Clubs die Spielberechtigung erteilt. Alle Vereine, die im Rahmen des Nachlizenzierungsverfahrens ihre Liquidität nachweisen mussten, sind zumindest bis zum Saisonende spielberechtigt.

DFL sieht keinen Verstoß durch Hopp

Der Transfer des Bundesliga-Spielers Luiz Gustavo von 1899 Hoffenheim zu Bayern München hat keine Richtlinien der Deutschen Fußball Liga (DFL) verletzt. Das teilte die DFL jetzt mit.

Die Teilnahme des 1899-Mäzens Dietmar Hopp an den Gesprächen sei ausdrücklich im Auftrag der Geschäftsführung sowie in Absprache mit dem Mehrheitsgesellschafter TSG 1899 Hoffenheim e.V. und dem Beirat erfolgt. Damit liege kein Verstoß gegen die Satzung des Ligaverbands vor. Die DFL hatte den Transfer unter die Lupe genommen, da es Anzeichen für einen Verstoß gegen die 50+1-Regel gab, wonach die Vereinsführung über die sportlichen Belange zu entscheiden habe und nicht ein Investor oder Mäzen.

HBL will weiter wachsen

Die Profihandballer der Toyota Handball-Bundesliga (HBL) sind bis zum 30. Januar bei der Weltmeisterschaft in Schweden im Einsatz, ehe die Rückrunde am 5. Februar mit dem All-Star-Game eingeläutet wird. HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann sieht die Auslandsvermarktung derweil als Wachstumsfeld.

Wenn am heutigen Freitagabend die Auswahl des Deutschen Handball Bund (DHB) auf Ägypten trifft, wird auch Frank Bohmann vor dem Bildschirm sitzen, um sich die „definitiv mehr als irgendein Toyota-HBL-Club polarisierende“ Nationalmannschaft anzuschauen. Dass die Live-Übertragungen der deutschen Spiele bei der WM deutlich höhere Quoten und Reichweiten erzielen, tue der Liga und den Clubs gut. „Umgekehrt befeuert die Bundesliga über das gesamte Jahr das Thema Handball und hilft damit auch der Nationalmannschaft“, sagt Bohmann. Insgesamt ist der HBL-Geschäftsführer aber schon jetzt zufrieden mit der Gesamtentwicklung des deutschen Handballsport.

Letztlich unabhängig für die strategische Ausrichtung der deutschen Handballprofiliga sei dagegen das Abschneiden der DHB-Auswahl in Schweden. „Wir werden unbeirrt unsere Ziele verfolgen und nicht aufgrund eines Erfolges oder Misserfolges neue Akzente in unserer Arbeit setzen“, sagt Bohmann. Akzente setzte die HBL-Geschäftsführung in jüngerer Vergangenheit speziell in der Auslandsvermarktung, die „mittlerweile einen erheblichen Anteil der Gesamteinnahmen in Sachen TV-Lizenzen“ ausmache.

Vor allem der gelungene Einstieg in den US-Markt hebt Bohmann positiv hervor, der die begonnene Kooperation mit dem US-Verband weiter bestärke. Schließlich solle der größte Sportmarkt der Welt, den Vereinigten Staaten, langfristig für den Handballsport erschlossen werden. Noch habe Handball dort jedoch eine untergeordnete Bedeutung.

Drei Prozent Marktanteil in Schweden
Die HBL sei in weiten Teilen des Mittleren Ostens präsent, ebenso in allen europäischen Kernmärkten. Die Ausnahmen Frankreich und Spanien begründet Bohmann in den dort ebenfalls leistungsstarken nationalen Ligen. Die im Ausland erzielten Reichweiten seien nur schwer zu messen, so Bohmann. Immerhin nennt der HBL-Geschäftsführer aber ein Beispiel: „In Schweden erreichen wir mit Bewegtbildern aus der Liga Marktanteile von bis zu drei Prozent.“ Auf den ersten Blick würde das vielleicht wenig klingen. Das sei sehr gut, wenn man bedenke, dass „wir in Schweden mit einer ausländischen Liga drei Prozent Marktanteil erreichen“.

Zukunftsmärkte für die Auslandsvermarktung liegen laut Bohmann in Japan, Südkorea, China und den Golfstaaten. „In einigen dieser Länder entwickelt sich der Handball positiv, und die Chancen, die sich hier bieten, möchten wir nutzen.“

Schalkes Schuldscheine bringen Millionen


Der FC Schalke 04 hat mit seiner Fan-Anleihe frisches Geld im zweistelligen Millionen-Bereich generieren können. Insgesamt haben das Papier 7.651 Interessenten unterzeichnet.




Seit dem 31. Juli des vergangenen Jahres hatten Schalkes Anhänger die Möglichkeit, dem Verein Geld in einer Stückelung von 100, 500 oder symbolischen 1904 Euro zu leihen. Die Frist für die Fans, ihren Club finanziell zu unterstützen, endete am 31. Dezember 2010. Die Verzinsung beträgt bei einer Laufzeit von sechs Jahren 5,5 Prozent pro Jahr. Von den Schuldscheinen erhoffte sich der S04-Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies zusätzliche Einnahmen von rund „zehn Millionen Euro“.

Nach den jetzt veröffentlichten Ergebnissen haben sich Tönnies’ Erwartungen mehr als erfüllt: Elf Millionen Euro hat der traditionsreiche Revierclub durch die Fan-Anleihen als Einnahmen verbuchen können. „Die Emission unserer Anleihe war ein voller Erfolg und ein toller Vertrauensbeweis unserer Fans", äußerte sich Vorstandsmitglied Peter Peters, der zugleich von einem „Meilenstein in der Kapitalmarktfinanzierung von deutschen Fußballunternehmen“ sprach.

Montag, 18. Oktober 2010

EHF Champions League ist ausvermarktet

Mit Uniqa hat die EHF Marketing den vierten und letzten Premium Sponsor für die Velux EHF Men's Champions League gefunden. Damit ist die Königsklasse des Handballs für die laufende Spielzeit ausvermarktet.

Uniqa ist im europäischen Vereinshandball keine unbekannte Größe. Bereits vor fünf Jahren war das größte Versicherungsunternehmen Österreichs als Sponsor in der EHF Champions League werblich präsent. Das aktuelle Engagement gilt für die laufende Saison und erstreckt sich auch auf die Champions League der Frauen.
Im Rahmen der Partnerschaft erhält Uniqa umfangreiche Werbepräsenz im Umfeld der Partien, so zum Beispiel auf TV-relevanten Banden und Bodenklebern. Die Listenpreise für diese Sponsorshipebene richten sich nach der Paketgröße und beginnen bei 200 000 Euro.

Neben Uniqa hatte die EHF Marketing mit Bet-at-Home, Jack & Jones und Sharp bereits zuvor drei weitere Unternehmen für die zweite Ebene „Premium Sponsor“ gewonnen. Der finanziell lukrativste Abschluss gelang dem Vermarkter mit Velux. Der dänische Bauproduktehersteller wirbt in den kommenden drei Jahren als Titelsponsor. Als „Champions League Partner“ fungieren die Unternehmen Adidas, DB Schenker, Gerflor und HRS.

ZDF erwirtschaftet Überschuss von knapp 30 Mio



Das ZDF hat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 bekannt gegeben. Demnach verbesserte der öffentlich-rechtliche Sender sein Gesamtergebnis gegenüber dem Vorjahr trotz rückläufiger Einnahmen.

Nach Angaben des ZDF wurde das Jahr 2009 mit einem Überschuss von 29,3 Millionen Euro beendet, der den Ergebnisrücklagen des Senders zugeführt werden kann. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2008 konnten die Mainzer ihre Zahlen damit nochmals deutlich verbessern. Damals bezifferte sich das Gesamtergebnis auf 13,1 Millionen Euro. Die Entwicklung sei auf Einsparmaßnahmen innerhalb der Sendeanstalt zurückzuführen, teilte das ZDF mit, ohne Details zu nennen.

Gleichzeitig gingen im Vergleich zu 2008 jedoch die Umsätze zurück. Zahlen legte der Sender jedoch nicht offen. Dies sei insbesondere auf den gesunkenen Bestand an Fernsehgeräten in deutschen Haushalten und den damit verbundenen geringeren Erträgen aus dem Gebührentopf des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu erklären. Zudem seien die Erträge aus dem Werbefernsehen und dem Sponsoring infolge der allgemeinen Konjukturschwäche in 2009 schlechter als erwartet ausgefallen.

Mehr Innovationen in der Zukunft
Für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 kündigte der ZDF-Fernsehrat eine Modernisierung seines Programms an. Schwerpunkte sollen insbesondere eine höhere Anzahl von Fernsehproduktionen im hochauflösenden HD-Format sowie cross-mediale Programmformen sein. Auch das Angebot an Live- und Sondersendungen soll systematisch gesteigert werden.