Sonntag, 16. Januar 2011

HBL will weiter wachsen

Die Profihandballer der Toyota Handball-Bundesliga (HBL) sind bis zum 30. Januar bei der Weltmeisterschaft in Schweden im Einsatz, ehe die Rückrunde am 5. Februar mit dem All-Star-Game eingeläutet wird. HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann sieht die Auslandsvermarktung derweil als Wachstumsfeld.

Wenn am heutigen Freitagabend die Auswahl des Deutschen Handball Bund (DHB) auf Ägypten trifft, wird auch Frank Bohmann vor dem Bildschirm sitzen, um sich die „definitiv mehr als irgendein Toyota-HBL-Club polarisierende“ Nationalmannschaft anzuschauen. Dass die Live-Übertragungen der deutschen Spiele bei der WM deutlich höhere Quoten und Reichweiten erzielen, tue der Liga und den Clubs gut. „Umgekehrt befeuert die Bundesliga über das gesamte Jahr das Thema Handball und hilft damit auch der Nationalmannschaft“, sagt Bohmann. Insgesamt ist der HBL-Geschäftsführer aber schon jetzt zufrieden mit der Gesamtentwicklung des deutschen Handballsport.

Letztlich unabhängig für die strategische Ausrichtung der deutschen Handballprofiliga sei dagegen das Abschneiden der DHB-Auswahl in Schweden. „Wir werden unbeirrt unsere Ziele verfolgen und nicht aufgrund eines Erfolges oder Misserfolges neue Akzente in unserer Arbeit setzen“, sagt Bohmann. Akzente setzte die HBL-Geschäftsführung in jüngerer Vergangenheit speziell in der Auslandsvermarktung, die „mittlerweile einen erheblichen Anteil der Gesamteinnahmen in Sachen TV-Lizenzen“ ausmache.

Vor allem der gelungene Einstieg in den US-Markt hebt Bohmann positiv hervor, der die begonnene Kooperation mit dem US-Verband weiter bestärke. Schließlich solle der größte Sportmarkt der Welt, den Vereinigten Staaten, langfristig für den Handballsport erschlossen werden. Noch habe Handball dort jedoch eine untergeordnete Bedeutung.

Drei Prozent Marktanteil in Schweden
Die HBL sei in weiten Teilen des Mittleren Ostens präsent, ebenso in allen europäischen Kernmärkten. Die Ausnahmen Frankreich und Spanien begründet Bohmann in den dort ebenfalls leistungsstarken nationalen Ligen. Die im Ausland erzielten Reichweiten seien nur schwer zu messen, so Bohmann. Immerhin nennt der HBL-Geschäftsführer aber ein Beispiel: „In Schweden erreichen wir mit Bewegtbildern aus der Liga Marktanteile von bis zu drei Prozent.“ Auf den ersten Blick würde das vielleicht wenig klingen. Das sei sehr gut, wenn man bedenke, dass „wir in Schweden mit einer ausländischen Liga drei Prozent Marktanteil erreichen“.

Zukunftsmärkte für die Auslandsvermarktung liegen laut Bohmann in Japan, Südkorea, China und den Golfstaaten. „In einigen dieser Länder entwickelt sich der Handball positiv, und die Chancen, die sich hier bieten, möchten wir nutzen.“

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