Immer neue Horror-Nachrichten über das Finanz-Chaos bei Schalke 04. Die „Welt am Sonntag“ berichtet, dass der Klub mindestens 100 Mio Euro mehr Verbindlichkeiten hat, als die bisher bekannten 136,5 Mio. Dem gegenüber stehen aber auch Werte wie Mannschaft und Stadion.
Die zusätzlichen Schulden sollen sich in einem Firmen-Geflecht von Tochter-Gesellschaften verstecken.
Schalkes Trainer-Vorstand Felix Magath (56) gesteht, dass er so ein „kompliziertes Unternehmensgefüge noch nicht kennengelernt hat“, und er das Gefühl habe, „dass eine solche Konstruktion dafür da ist, um gewisse Dinge nicht so genau darlegen zu müssen“.
Magath will mit seinem Vorstands-Kollegen Peter Peters (47) „eine neue Transparenz schaffen“.
Dass dem Klub die Lizenz entzogen wird, hält Magath für ausgeschlossen. Aufsichtsratschef Clemens Tönnies (53) gestern zu BILD: „Wir haben alles unter Kontrolle.“
Hintergründe +++ wirtschaftliche Zusammenhänge +++ Sportmanagement +++ Sportmarketing +++ Sponsoring +++ Verbände
Mittwoch, 28. Oktober 2009
Uefa nimmt Audi-Einstieg bei Bayern ins Visier
München - Die DFL hat den geplanten Einstieg des Audi- Konzerns beim FC Bayern bereits abgesegnet. Doch die Uefa will das selbst prüfen - mit möglicherweise weitreichenden Konsequenzen.
© getty
Arjen Robben grätscht im Champions- League- Spiel gegen Juventus Turin
In Artikel 3 des Uefa-
Im Falle des FC Bayern könnte das jedoch gegeben sein, weil die Audi AG ein Tochterunternehmen der Volkswagen AG ist. Und der wiederum gehören 100 Prozent der Anteile an der VfL Wolfsburg Fußball GmbH.
Darf die Audi AG nun für die kolportierten 100 Millionen Euro zehn Prozent an der FC Bayern München AG erwerben, ohne dass der Rekordmeister ein schwer kalkulierbares Risiko einzugeht?
Marcel Benz, Leiter der Uefa-
Und dann würde es laut Benz wahrscheinlich den FC Bayern treffen, weil Wolfsburg als Deutscher Meister sportlich gesehen Priorität habe.
Benz gibt zu bedenken, dass der FC Bayern zwar die Erlaubnis der DFL für den Deal bekommen hat, aber nicht bei der Uefa nachgefragt habe. Bayern-
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Rot Weiß Erfurt fordert Stadionumbau zum Bestandteil des Koalitionsvertrages zu machen!
Stadionumbau nicht im Koalitionsvertrag
Die Hoffnungen des FC Rot-Weiß sind unerfüllt geblieben, der angestrebte Umbau des Steigerwaldstadions ist nicht im Koalitionsvertrag der neuen Thüringer Landesregierung enthalten. Christine Lieberknecht, designierte Ministerpräsidentin (CDU) sagte auf Anfrage der TA: "Der Stadionbau wird im Kabinett geklärt. Wir haben keine Koalitionsaussage zu diesem Projekt gemacht, weil es sich um ein weitreichendes Feld handelt, bei dem viele Akteure beteiligt sind." RWE-Präsident Rolf Rombach zeigte sich gestern "maßlos enttäuscht". Die Stadt Erfurt hätte politisch eine Vorlage gegeben, die vom Land nicht aufgenommen wurde. Die derzeitige Situation sei ein untragbarer Zustand, weil es keine Planungssicherheit für den Verein gäbe. "Wenn wir in die 2. Liga aufsteigen sollten, können wir nicht in Erfurt spielen, denn das Stadion genügt nicht den Anforderungen", so Rombach. Das hätte der DFB eindeutig festgestellt. Der FC Rot-Weiß, der am Samstag, 14 Uhr, Regensburg empfängt, plant für 2012 eine Hybridarena, die zugleich von den Leichtathleten genutzt werden kann.
Die Hoffnungen des FC Rot-Weiß sind unerfüllt geblieben, der angestrebte Umbau des Steigerwaldstadions ist nicht im Koalitionsvertrag der neuen Thüringer Landesregierung enthalten. Christine Lieberknecht, designierte Ministerpräsidentin (CDU) sagte auf Anfrage der TA: "Der Stadionbau wird im Kabinett geklärt. Wir haben keine Koalitionsaussage zu diesem Projekt gemacht, weil es sich um ein weitreichendes Feld handelt, bei dem viele Akteure beteiligt sind." RWE-Präsident Rolf Rombach zeigte sich gestern "maßlos enttäuscht". Die Stadt Erfurt hätte politisch eine Vorlage gegeben, die vom Land nicht aufgenommen wurde. Die derzeitige Situation sei ein untragbarer Zustand, weil es keine Planungssicherheit für den Verein gäbe. "Wenn wir in die 2. Liga aufsteigen sollten, können wir nicht in Erfurt spielen, denn das Stadion genügt nicht den Anforderungen", so Rombach. Das hätte der DFB eindeutig festgestellt. Der FC Rot-Weiß, der am Samstag, 14 Uhr, Regensburg empfängt, plant für 2012 eine Hybridarena, die zugleich von den Leichtathleten genutzt werden kann.
Freitag, 16. Oktober 2009
Born neuer Geschäftsführer beim FC Carl Zeiss Jena
Michael Born (42) wird ab dem 16. Oktober das Amt des Geschäftsführers beim Fußballdrittligisten FC Carl Zeiss Jena bekleiden.
Schwerpunkt seiner Aufgaben wird es sein, die wirtschaftliche Situation zu verbessern, teilte der Verein mit. Damit solle für den thüringer Verein die Basis für sportlichen Erfolg gelegt werden, sprich den Wiederaufstieg in die zweite Fußballbundesliga.
Der 42-Jährige Sauerländer war zuvor zwölf Jahre beim SC Paderborn Geschäftsführer für die Bereiche Finanzen, Verwaltung und Marketing. Zudem verantwortete Born den sportlichen Bereich beim derzeitigen Zweitligaverein.
Born folgt auf Andreas Trautmann (35), der das Amt des Geschäftsführers seit Juli dieses Jahres übergangsweise inne hatte. Trautmann wird seine frühere Position als Pressesprecher beim FC Carl Zeiss Jena wieder aufnehmen.
Schwerpunkt seiner Aufgaben wird es sein, die wirtschaftliche Situation zu verbessern, teilte der Verein mit. Damit solle für den thüringer Verein die Basis für sportlichen Erfolg gelegt werden, sprich den Wiederaufstieg in die zweite Fußballbundesliga.
Der 42-Jährige Sauerländer war zuvor zwölf Jahre beim SC Paderborn Geschäftsführer für die Bereiche Finanzen, Verwaltung und Marketing. Zudem verantwortete Born den sportlichen Bereich beim derzeitigen Zweitligaverein.
Born folgt auf Andreas Trautmann (35), der das Amt des Geschäftsführers seit Juli dieses Jahres übergangsweise inne hatte. Trautmann wird seine frühere Position als Pressesprecher beim FC Carl Zeiss Jena wieder aufnehmen.
Donnerstag, 15. Oktober 2009
Bundesweiter Protest gegen Hannover-96-Präsident Kind
Unbekannte Täter haben bundesweit in etwa 15 Städten Farbanschläge auf über 20 Hörgeräte-Filialen von Hannover-96-Präsident Martin Kind verübt.
Graffiti unter anderem mit dem Schriftzug „50+1 bleibt" wurden von unbekannten Tätern beispielsweise an Kind-Zweigstellen in Hamburg und München geschmiert. Der 96-Präsident, dem insgesamt 445 Filialen gehören, hat unterdessen reagiert und Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Hintergrund ist offenbar das Engagement Kinds, der für die Abschaffung der „50+1-Regel“ in der Fußballbundesliga kämpft.
Vertreter der DFL und des DFB zeigten sich entsetzt hinsichtlich der Vorfälle. DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach sagte dem Sport-Informations-Dienst (SID): „Das ist unfassbar. Es ist sein legitimes Recht, eine andere Meinung zu diesem Thema zu haben als wir. Es kann nicht sein, dass in einer Demokratie wegen unterschiedlicher Auffassungen solche Anschläge verübt werden."
Kind (Foto) selbst nannte die Anschläge „unappetitlich“. Für so etwas habe er kein Verständnis. „Und ich weiß auch nicht, was Hörgeräte mit der 50+1-Regel zu tun haben.“ Der 96-Präsident kündigte zudem an, sich vom Protest nicht einschüchtern zu lassen. „Das Verfahren zur Abschaffung der 50+1-Regel läuft, und es wird auch weiter so durchgezogen.“
Sollte Kind die nötige Zweidrittelmehrheit am 11. November bei einer Tagung der Deutschen Fußball Liga (DFL) nicht bekommen, kündigte er an, eine Klärung auf dem Rechtsweg herbeiführen zu wollen. Das es soweit kommen wird, ist ziemlich wahrscheinlich – selbst nach Einschätzung von Kind, der nicht sonderlich optimistisch ist, dass die 50+1-Regel noch in diesem Herbst fällt.
Graffiti unter anderem mit dem Schriftzug „50+1 bleibt" wurden von unbekannten Tätern beispielsweise an Kind-Zweigstellen in Hamburg und München geschmiert. Der 96-Präsident, dem insgesamt 445 Filialen gehören, hat unterdessen reagiert und Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Hintergrund ist offenbar das Engagement Kinds, der für die Abschaffung der „50+1-Regel“ in der Fußballbundesliga kämpft.
Vertreter der DFL und des DFB zeigten sich entsetzt hinsichtlich der Vorfälle. DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach sagte dem Sport-Informations-Dienst (SID): „Das ist unfassbar. Es ist sein legitimes Recht, eine andere Meinung zu diesem Thema zu haben als wir. Es kann nicht sein, dass in einer Demokratie wegen unterschiedlicher Auffassungen solche Anschläge verübt werden."
Kind (Foto) selbst nannte die Anschläge „unappetitlich“. Für so etwas habe er kein Verständnis. „Und ich weiß auch nicht, was Hörgeräte mit der 50+1-Regel zu tun haben.“ Der 96-Präsident kündigte zudem an, sich vom Protest nicht einschüchtern zu lassen. „Das Verfahren zur Abschaffung der 50+1-Regel läuft, und es wird auch weiter so durchgezogen.“
Sollte Kind die nötige Zweidrittelmehrheit am 11. November bei einer Tagung der Deutschen Fußball Liga (DFL) nicht bekommen, kündigte er an, eine Klärung auf dem Rechtsweg herbeiführen zu wollen. Das es soweit kommen wird, ist ziemlich wahrscheinlich – selbst nach Einschätzung von Kind, der nicht sonderlich optimistisch ist, dass die 50+1-Regel noch in diesem Herbst fällt.
ISTAF 2010 findet höchstwahrscheinlich statt
Nachdem es zu einer Verlängerung der Verträge zwischen SportA und der ISTAF GmbH gekommen ist, scheint die Austragung des Berliner Leichtathletiksportfestes ISTAF im Berliner Olympiastadion sehr realistisch.
Der bestehende TV-Vertrag mit den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF konnte um weitere drei Jahre verlängert werden. Dies gab Gerhard Janetzky, geschäftsführender Gesellschafter der ISTAF GmbH und Präsident des Berliner Leichtathletik-Verbandes bekannt. Zwischenzeitlich drohte das renommierte Leichtathletik-Sportfest in den Jahnpark verschoben zu werden oder gar komplett auszufallen (siehe SPONSORs-Archiv).
Das Budget für das am 29. August 2010 geplante ISTAF soll 2 Millionen Euro betragen, dabei machen Einnahmen aus Sponsoring klar den größten Teil der Finanzierung aus, sagte Janetzky in einem Gespräch mit SPONSORs. Die bereits laufenden Gespräche mit Partnern sollen innerhalb der nächsten zwei Monate finalisiert werden.
Skeptisch gibt sich Janetzky hingegen hinsichtlich des Zuschauerinteresses: Mit einem vollen Olympiastadion rechne er nicht: „Wir sollten davon ausgehen, dass wir nur den Unterring verkaufen."
Das ISTAF soll allerdings nicht mehr wie bisher der Golden League (seit diesem Jahr Diamond League), sondern der zweiten Kategorie, der so genannten Challenge League angehören (siehe SPONSORs-Archiv). Die Challenge League wird 14 Meetings in mehreren Kontinenten umfassen.
Der bestehende TV-Vertrag mit den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF konnte um weitere drei Jahre verlängert werden. Dies gab Gerhard Janetzky, geschäftsführender Gesellschafter der ISTAF GmbH und Präsident des Berliner Leichtathletik-Verbandes bekannt. Zwischenzeitlich drohte das renommierte Leichtathletik-Sportfest in den Jahnpark verschoben zu werden oder gar komplett auszufallen (siehe SPONSORs-Archiv).
Das Budget für das am 29. August 2010 geplante ISTAF soll 2 Millionen Euro betragen, dabei machen Einnahmen aus Sponsoring klar den größten Teil der Finanzierung aus, sagte Janetzky in einem Gespräch mit SPONSORs. Die bereits laufenden Gespräche mit Partnern sollen innerhalb der nächsten zwei Monate finalisiert werden.
Skeptisch gibt sich Janetzky hingegen hinsichtlich des Zuschauerinteresses: Mit einem vollen Olympiastadion rechne er nicht: „Wir sollten davon ausgehen, dass wir nur den Unterring verkaufen."
Das ISTAF soll allerdings nicht mehr wie bisher der Golden League (seit diesem Jahr Diamond League), sondern der zweiten Kategorie, der so genannten Challenge League angehören (siehe SPONSORs-Archiv). Die Challenge League wird 14 Meetings in mehreren Kontinenten umfassen.
DFL erwartet Abschluss mit neuem Premium-Partner
Der Ärmel von Podolski, Robben & Co. könnte bald wieder mit einem Sponsorenlogo belegt sein. Das gab die DFL Sports Enterprises im Rahmen einer Pressekonferenz am Rande der Medienmesse Sportel in Monaco bekannt.
Jörg Daubitzer und Robert Niemann, beide Geschäftsführer der seit einem Jahr am Markt tätigen DFL-Vermarktungstochter DFL Sports Enterprises, verkündeten, dass man mit dem potentiellen Sponsor in fortgeschrittenen Gesprächen sei. Auf Nachfrage konkretisierte DFL SE-Geschäftsführer Robert Niemann, dass noch in dieser Saison der neue Partner auf den Trikots in Erscheinung treten könnte.
Bis zur vergangenen Saison hatte noch die Deutsche Telekom den Platz auf den Oberarmen der Fußballbundesligaspieler inne. Der bekannte Sportsponsor aus Bonn hatte sich aber gegen eine Fortführung seines Bundesliga-Engagements entschieden. Aktuell prangt auf den Trikots das Logo der Bundesliga-Stiftung.
Eine weitere neue Erkenntnis gab es in Bezug auf die künftige Sponsorenstruktur der DFL. Nachdem in den vergangenen Monaten Krombacher und Adidas als Liga-Partner beziehungsweise Ballsponsor gewonnen werden konnten, wurde in der Branche darüber gerätselt, wie viel weitere Partner die DFL einbinden wird. Darüber gibt es jetzt Klarheit: „Wir suchen nur noch den einen Premium Partner“, so Jörg Daubitzer in Monaco.
Jörg Daubitzer und Robert Niemann, beide Geschäftsführer der seit einem Jahr am Markt tätigen DFL-Vermarktungstochter DFL Sports Enterprises, verkündeten, dass man mit dem potentiellen Sponsor in fortgeschrittenen Gesprächen sei. Auf Nachfrage konkretisierte DFL SE-Geschäftsführer Robert Niemann, dass noch in dieser Saison der neue Partner auf den Trikots in Erscheinung treten könnte.
Bis zur vergangenen Saison hatte noch die Deutsche Telekom den Platz auf den Oberarmen der Fußballbundesligaspieler inne. Der bekannte Sportsponsor aus Bonn hatte sich aber gegen eine Fortführung seines Bundesliga-Engagements entschieden. Aktuell prangt auf den Trikots das Logo der Bundesliga-Stiftung.
Eine weitere neue Erkenntnis gab es in Bezug auf die künftige Sponsorenstruktur der DFL. Nachdem in den vergangenen Monaten Krombacher und Adidas als Liga-Partner beziehungsweise Ballsponsor gewonnen werden konnten, wurde in der Branche darüber gerätselt, wie viel weitere Partner die DFL einbinden wird. Darüber gibt es jetzt Klarheit: „Wir suchen nur noch den einen Premium Partner“, so Jörg Daubitzer in Monaco.
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