Mittwoch, 19. Mai 2010

Bundesligavereine wirtschaftlich nur Mittelmaß




Eine aktuelle Untersuchung besagt: Trotz hoher Ausgaben für Gehälter und Transfers wirtschaften die europäischen Spitzenclubs häufig besser als die führenden Vereine der Fußballbundesliga.Der diesjährige Champions-League-Halbfinalist Olympique Lyon steht unter Europas Fußballvereinen wirtschaftlich am besten da. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Bilanzexperten Karlheinz Küting von der Universität Saarbrücken. Am zweitbesten schneidet der spanische Rekordmeister Real Madrid ab, der deutsche Meister FC Bayern München landet auf Platz drei. Schlusslichter dieser Rangliste sind Juventus Turin, Schalke 04 und der FC Chelsea.
Für das ZDF-Magazin „Frontal 21“ hatte Küting die Geschäftszahlen der umsatzstärksten Fußballclubs Europas unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen wie Schuldenstand, Eigenkapitalquote, Jahresüberschuss und Umsatzrentabilität unter die Lupe genommen. „In vielen Punkten sind die ausländischen Vereine für unsere Bundesliga vorbildlich“, lautet Kütings Fazit.
Von Seiten verschiedener Bundesligavertreter war bereits im Zuge der Financial-Fairplay-Diskussionen in der Vergangenheit immer wieder Kritik an Vereinen geübt worden, die teure Spieler „auf Pump“ kauften und so den Wettbewerb verzerrten. Im „Frontal 21“-Interview griff der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, nun konkret die Geschäftspolitik von Real Madrid an. 250 Millionen Euro für Spielereinkäufe auszugeben, sei grenzwertig, so der Bayern-Chef. Diese Kritik an Real hält Kunert hingegen für unbegründet. Betrachte man auch Gesamtkapital und Eigenkapital seien „die Königlichen“ trotz immenser Transferausgaben ein höchst profitabler Verein, der sich im Vergleich zu Bayern sehr gut sehen lassen könne.

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