Mittwoch, 19. Mai 2010

Arminia Bielefeld kann nicht mehr auf Stadt bauen




Schwerer Rückschlag für den finanziell klammen Fußballzweitligisten DSC Arminia Bielefeld: Die Stadt Bielefeld darf dem Club weder eine Bürgschaft noch Kredite geben. Wäre die Finanzlage der Westfalen nicht prekär genug, macht dem Club nun auch noch die Klage ihres ehemaligen Geschäftsführers zu schaffen.

Wie nun bekannt wurde, darf die Stadt Bielefeld der Arminia weder eine Bürgschaft leisten noch Kredite geben. Das geht aus einer Stellungnahme der Bezirksregierung hervor. Ob die Stadt dem Club in einer anderen Form helfen könnte, ist derzeit noch offen.

Der Fußball-Zweitligist muss laut Deutsche Fußball Liga (DFL) bis zum 2. Juni dieses Jahres ein Finanzloch von zwölf Millionen Euro schließen. Der Plan des noch bis Juni amtierenden Arminen-Präsidenten Hans-Hermann Schwick sah vor, dass der Club drei Millionen Euro „durch eigene Einsparungen einholen“ und drei Millionen von der ostwestfälischen Wirtschaft erlösen wollte. Weitere sechs Millionen Euro sollten von der Stadt Bielefeld getragen werden.

Kentsch klagt gegen fristlose Kündigung


Derweil sieht sich Arminia zusätzlich einer Klage ihres ehemaligen Geschäftsführers Roland Kentsch ausgesetzt. Dieser war im Juni 2009 als Geschäftsführer der beiden Vereinstöchter DSC Arminia Bielefeld Management GmbH und der Planet Arminia GmbH freigestellt worden. Allerdings hatte Kentsch bereits im März dieses Jahres seine neue Tätigkeit als Geschäftsführer des MSV Duisburg angetreten. Woraufhin ihm die Arminia die fristlose Kündigung ausgesprochen hatte. Kentsch, der offenbar eine Lücke im Vertrag entdeckt hat, verklagt nun seinen ehemaligen Arbeitgeber auf ausstehende Bezüge bis zum eigentlichen Vertragsende im Juni 2012 von rund 450 000 Euro.

Aus Bielefeld hieß es dazu: „Wir werden uns mit der in der Klage formulierten Forderung von Herrn Kentsch juristisch auseinandersetzen. Da es sich um ein schwebendes Verfahren handelt, bitten wir um Verständnis, dass wir die Klage öffentlich nicht weiter kommentieren werden“, so Norbert Leopoldseder, der Aufsichtsratsvorsitzende der DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA.

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