Mittwoch, 26. August 2009

Barcelona erzielt Rekordumsatz

Der spanische Fußballmeister FC Barcelona schloss die Saison 2008/09 mit einem Rekordumsatz ab. Beim Ligakonkurrenten FC Valencia haben dagegen die Fans einen ersten Schritt für die Abwendung einer Insolvenz getan.

Champions-League-Sieger Barcelona verbuchte in der vergangenen Saison einen Rekordumsatz von 384,4 Millionen Euro, bei einem Nettogewinn von 8,8 Millionen Euro. Geschmälert wird der Nettogewinn durch Steuernachzahlungen in Höhe von 25,3 Millionen Euro, die der spanische Fiskus vom Verein aufgrund Unregelmäßigkeiten bei Spielertransfers in den 90er-Jahren fordert. Dazu droht dem Club eine weitere Strafzahlung in Höhe von 36 Millionen Euro, abhängig davon wie weitere gerichtliche Verfahren ausgehen, die sich ebenfalls mit anscheinend ungesetzmäßigen Zahlungen für Spieler befassen. In der Saison 2007/08 wies Barcelona noch einen Nettogewinn von 10,1 Millionen Euro aus. In der Spielzeit 2007/08 lag der Umsatz noch bei 308,8 Millionen Euro.

In die bereits angelaufene Saison 2009/10 ging der Verein mit einem Etat von 405 Millionen Euro. Ein Clubsprecher teilte zudem mit, dass sich der Schuldenstand auf einem stabilen Niveau befinde und der Club weiter beabsichtige, ihn zu reduzieren. Dennoch stiegen die Gesamtschulden des Fußballvereins von 190 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 202 Millionen Euro Ende Juni dieses Jahres.

Fans geben Valencia Millionen-Spritze

Bei einem anderen Verein der Primera Division, dem FC Valencia, sieht die finanzielle Lage weit prekärer aus. Noch vor sechs Wochen drohte ein Schuldenberg von rund 500 Millionen Euro den Club in eine Insolvenz zu zwingen. Um dem Bankrott zu entgehen, hatte der FC Valencia Clubanteile zum freien Verkauf angeboten. Nach Angaben der Clubführung haben daraufhin in den vergangenen sechs Wochen etwa 26 000 Fans Anteile im Wert von 26,5 Millionen Euro erworben. Die Verantwortlichen erwägen unterdessen eine zweite Verkaufsrunde, um so einen dringend nötigen Bankkredit ergattern zu können.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen