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Mittwoch, 24. März 2010
1860 München bleibt Mieter der Allianz Arena
Fußballzweitligist TSV 1860 München muss seine Heimspiele auch in Zukunft im Stadion des ungeliebten Stadtrivalen FC Bayern München austragen. Die Stadt lehnt einen Neubau des Grünwalder Stadions ab. Die „Projektgruppe Stadionzukunft“ ist endgültig mit ihren Plänen das Grünwalder Stadion umzubauen gescheitert. Nach einem zweistündigen Gespräch mit Vertretern der „Sechzger“im Rathaus verkündete Oberbürgermeister Christian Ude das Aus für den Stadionbau. Nach monatelanger Arbeit an dem Projekt zeigte sich Löwen-Präsident Rainer Beeck ernüchtert: „ Die Enttäuschung ist im Augenblick natürlich sehr groß, vor allem da auch viele Fans die Hoffnung auf eine neue Zukunft der Löwen auf Giesings Höhen gehegt hatten. Wir haben alles Erdenkliche getan, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.“
Bei den Planungen wurden allerdings entscheidende Hürden seitens der Sechziger nicht genommen. Zum einen ist keine Vereinbarung mit dem FC Bayern über Zeitpunkt und Konditionen einen Auszuges aus der Allianz Arena getroffen worden. Zum anderen sind die vorgelegten Planungen keinesfalls als Umbau zu realisieren und müssten als Neubau bewertet werden. Für die Finanzierung der entstehenden Kosten von über 60 Millionen Euro konnten zudem keine Investorenzusagen vorgelegt werden.
Seit Jahren gibt es das Bestreben wieder ins Grünwalder Stadion zurückzukehren. Entsprechende Pläne wurden aber wiederholt von der Stadt abgewiesen. Als Mieter der Allianz Arena zahlt 1860 jährlich rund fünf Millionen Euro an den Erzrivalen FC Bayern. Dieser hatte im Zuge der Fußball-WM 2006 die Anteile der Allianz Arena der Löwen abgekauft und den Club so vor einer drohenden Insolvenz bewahrt. Seitdem kam es immer wieder zu Verbalduellen und Klagen zwischen den beiden Vereinen.
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